Pranayama
Atembeobachtung
Prana bedeutet Atem, Hauch, Lebensodem, Lebenskraft, alldurchdringende Energie, umfasst aber auch alle Energien des Universums und der Lebewesen. Die Atmung als ein Träger von prana ermöglicht es, diese Energie auf einfachste Weise und gut erfahrbar aufzunehmen. Aber auch die Sonnenstrahlen sind eine wichtige Prana-Quelle, ebenso wie die Nahrung.

Bei dem Wort Pranayama kommt zu prana die Erweiterung ayama = Ausdehnung, Pause, Regulierung. Pranayama bedeutet u.a. Sammeln und Lenken von Lebenskraft, Verbindung mit dem ewigen Atem der Schöpfung, Kenntnis der Lebeskraft, also Selbsterkenntnis
Pranayama heisst, sich in gerader aufgerichteter Haltung vom Atem erfassen lassen, auf den Atem lauschen, ihn beobachten.
Nachdem die äusseren Bewegungen des Körpers durch die Sitzhaltung zur Ruhe gekommen sind, entdecken wir die inneren Bewegungen. Die deutlichste Bewegung, die als erstes unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, wird durch den Atem verursacht. Im Sinne der Meditation bedeutet pranayama, dass wir dem Atem beobachtend folgen, seiner Wirkung gewahr werden und besonders die Ruhepausen am Ende jeder Einatmung und Ausatmung beachten. Durch die Steigerung der Aufmerskamkeit auf das Beobachten dieser inneren Vorgänge entsteht die vierte Art der Atemstille, welche spontan aufgrund der konzentrierten Beobachtung entsteht. Das Stillwerden des Atems führt ebenso die Gedankenbewegungen zur Ruhe. Mit Hilfe der Atembeobachtung werden zugleich die Sinne und Gedanken zur Ruhe gebracht.

Der Atem wird auf dieser homepage ebenfalls im Kapitel YOGA unter RAJA YOGA, Pranayama erwähnt.