Karma-Yoga
Weg des rechten Handelns
Karma-Yoga: Yoga der Tat, des uneigennützigen Handelns, der Pflichterfüllung im weitesten Sinne, ist bewusstes Tun im Alltag. Jede Aufgabe, jede Arbeit und jede Pflicht bekommt dadurch einen anderen Stellenwert und einen neuen Sinn. Der im Karma-Yogi handelt nicht nach eigenen Wunschvorstellungen, sondern in Erfüllung der ihm von der inneren Ordnung gegebenen Pflichten in dieser Welt. Die Ergebnisse des Handelns, die Früchte seines Wirkens bringt er der göttlichen Natur dar. Der Dienst am Mitmenschen ist der Übungsweg. Eine solche Haltung kann nicht ohne Erkenntnis (Jnana-Yoga) und ohne Gottesliebe (Bhakti-Yoga) verwirklicht werden. Obwohl jede Handlung in die Kette von Ursache und Wirkung (karma) eingebunden ist, bleibt der Karma-Yogi frei von karmischen Bindungen, indem er alle Wirkungen seines Handelns Gott darbringt und alle Ursachen seines Handelns als von Gott vorgegebene Pflichten erfährt. So wird er frei von jeder Egoverhaftung. Er handelt zum Wohl aller Wesen, die als Manifestationen der göttlichen Natur erkannt werden und so ist der Karma-Yogi allezeit in der Schau der göttlichen Gegenwart gegründet.