Reine Beobachtung, eine Verdichtung der vorherigen Konzentration.  Die reglos eins-gerichtete wache Wahrnehmung des Bewusstseins lässt den Übenden zum "Seher" werden. Dieser Zustand des Schauens ist frei von Gedanken und Erwägungen, frei von abgrenzenden ichhaften Strebungen. Dadurch kann eine Annäherung stattfinden zwischen dem Seher und dem Gesehenen, die letztlich zur Wesensschau führt. In diesem Zustand der Meditation gibt es einen Sehenden als Subjekt, ein Gesehenes als Objekt und ein Sehen als verbindenden Vorgang. Jeder Gegenstand oder Inhalt kann zum Objekt der Meditation gemacht werden. Im Bewusstsein herrscht ein Zustand von Dualität oder Trennung zwischen Subjekt und Objekt, weil die Individualität des Sehers noch eine Bindung bedeutet. Darum ist selbst der Seher nicht frei. Es besteht jedoch die Einsicht, dass das Wesen des Sehers nicht verschieden ist vom Wesen des Gesehenen. Diese Einsicht bewirkt die Erkenntnis des in allen Wesen innewohnenden Selbst, die SELBST-Erkenntnis
Dhyana
Meditation