Wir beobachten und lenken unseren Atem. Damit verbessern wir die Sauerstoffzufuhr und den Stoffwechsel im Körper und darüber hinaus die Lebensenergie. 

Atem bedeutet Leben. Mit dem Einatmen öffnet der Mensch sich, er nimmt nicht nur Sauerstoff, sondern "prana" = Lebenskraft auf, er füllt sich damit und geniesst die Fülle. Um für die Einatmung frei zu sein, muss zuerst ganz ausgeatmet werden.
Mit dem Ausatmen üben wir das Loslassen, der Mensch gibt sich hin und verweilt in der Leere. Der ungestört fliessende Atem kann zur Quelle tiefen Erlebens werden.

Der Atem ist die Verbindung zwischen Körper, Seele und Geist. Wenn der Atem ruhig fliesst, wirkt sich das auch auf den Fluss der Gedanken aus und unser Gemüt entspannt sich. Wir lernen, unseren endlosen Gedankenfluss wahrzunehmen und zu beruhigen.

Der Yoga unterscheidet vier Phasen der Atmung:
puraka Einatem -
sich füllen und zentrieren der Energie
antara-kumbhaka Atempause nach Einatmung -
Konzentration der Energie, Sinnbild für Fülle des Lebens
rechaka Ausatem -
abgeben von Stickstoff und verteilen der Energie nach Innen, Reinigung
bahya-kumbhaka Atemleere -
Sinnbild für Bewegungslosigkeit, Stille, Leere
Pranayama
Atem-Achtsamkeit