| Yoga ist eine über
3000jährige bewährte Methode aus der indischen Kultur,
die Körper, Seele und Geist in Einklang bringt und sich
besonders auch für die Schwangerschaft eignet, welche an
die körperlichen und seelischen Kräfte der werdenden Mutter
höchste Anforderungen stellt. Hatha-Yoga umfasst Körper-, Atem-, Entspannungs- und
Meditationsübungen, die allesamt Entspannung, innere Ruhe und
Ausgeglichenheit bewirken. Körperübungen machen geschmeidig, lenken die Aufmerksamkeit
nach innen und helfen, sich selbst bewusst zu erleben. Eine bewusste
Atmung wirkt beruhigend auf das Nervensystem und schenkt Ausgeglichenheit.
Die Sauerstoffversorgung des Körpers der Mutter und des
Babys wird verbessert. Körperübungen in Verbindung mit Atmung und Konzentration kräftigen die Muskeln, welche während Schwangerschaft und Entbindung besonders beansprucht werden, beugen Krampfadern vor, regen den Stoffwechsel an und bekämpfen damit Schwangerschaftsstörungen. Durch Tiefenentspannung wird gelernt, psychisch und physisch Spannungen loszulassen. Meditationsübungen klären das Bewusstsein, stärken die Konzentration und führen die werdende Mutter zu einem intensiveren Kontakt mit sich selber und dem Baby. Mit dem Schwangerschaftsyoga bereiten Sie sich verantwortungsbewusst und optimal auf die Entbindung vor und verringern durch Ihr erhöhtes Bewusstsein die Geburtsschmerzen. |
| Yoga lehrt, in
Einklang mit der Atmung zu kommen und ist deshalb eine Hilfe
für die Wehenarbeit und das ganze Geburtsgeschehen. Die Einatmung geschieht durch die Nase, das Ausatmen durch den leicht geöffneten, entspannten Mund (wie Kerze ausblasen). Es besteht eine reflektorische Verbindung zwischen Mund und Beckenboden, so wird mit den entspannten Lippen auch die Beckenbodenmuskulatur entspannt. Yoga kennt 3 Atembereiche: (1) Bauchatmung, um zum Kind hinzuatmen und als Vorbereitung
für die Geburt, tangiert eher physische Bereich, beruhigt. Ziel = Bauch-, Brust- und Schlüsselbeinatmung aneinander
= Vollatmung, um alle Bereiche anzusprechen. Atemtechniken, die ebenfalls im Kurs gelernt werden: |
| In der Schwangerschaft
verändert sich die Körperstatik völlig, daher ist die
korrekte Haltung wichtig. Im Kurs werden Beckenaufrichtung
sowie Beckenbodenmuskulatur bewusst gemacht mit dem Ziel, das Körperbewusstsein
der Frau für diesen Bereich zu stärken und die Fähigkeit
zu entwickeln, dort bewusst zu entspannen, um dem Kind den
Weg ins Leben zu erleichtern. Nach der Geburt sind diese Übungen Pflicht, um die überdehnte Beckenbodenmuskulatur wieder funktionstüchtig zu machen. (Gute Übung für Beckenbodenmuskulatur ohne sie anzuspannen ist der Bauchtanz resp. kreisende Hüftbewegungen.) Gleichgewichtshaltungen sind in Schwangerschaft gut möglich. Sie verbessern Körpergefühl und fördern innere und äussere Ausgeglichenheit. Sie stärken Vertrauen, Ausdauer und Durchhaltevermögen. |
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Diese Muskelenergietechnik sollte erst nach dem 3. Schwangerschaftsmonat ausgeführt werden. |
| Es gibt 2 sich ergänzende
Methoden, um auf die Beckenmuskulatur einzuwirken und
speziell die Schambeinfuge und das Darmbein-Kreuzbein-Gelenk zu
öffnen für die Geburt und um Blockaden zu lösen.
(1) Liegen, Füsse aufgestellt, Knie nach
aussen drücken
(2) Liegen, Füsse aufgestellt, Knie nach innen drücken Immer tief Einatmen, dabei Druck auf 10 % steigern, Atem und Druck mindestens 7 Sek. halten, langsam Druck lösen und ausatmen. Der Atem sollte mindestens 7 Sek. gehalten werden, damit
der Körper Zeit hat, die Information aufzunehmen und somit
eine bestmögliche Wirkung erzielt wird. |
| Konzentration heisst
im Yoga, seine Achtsamkeit immer wieder dorthin zu lenken,
wo eine Wirkung erzielt werden will. Es soll dort hingeatmet oder
hingefühlt werden in einer liebevollen, entspannten Art,
ohne sich verbissen zu konzentrieren. Das ist möglich, wenn
immer wieder kontrolliert wird, ob der Körper oder der restliche
Körper dabei entspannt ist und ob die Gedanken hier oder
irgendwo anders sind. Wichtig dabei ist das Nachspüren. Dabei bleibt wiederum
die Konzentration, das Bewusstsein, die Achtsamkeit bei der vorher
bearbeiteten Stelle und verstärkt somit die Wirkung. |
| Ein Hauptnadi (feinstofflicher
Hauptnerv) ist der sog. Lebensnerv, am unteren Rücken
und den Beinrückseiten entlang endet er an den Fersen.
Ist der Lebensnerv verkürzt, leidet der Mensch an Selbstzweifeln
und Mutlosigkeit. Gleichzeitig arbeitet diese Übung am Ischiasnerv,
dem dicksten und längsten Nerv des menschlichen Körpers;
er führt am Gesässbereich schräg abwärts zur
Rückseite der Oberschenkel, teilt sich in den Kniekehlen in
2 Äste und endet in den Füssen. Er ist in der Schwangerschaft
besonders belastet und wird oft schon durch eine leichte Fehlstellung
der Wirbelsäule gereizt, daraus folgen Schmerzen im unteren
Rücken und den Beinen. |
| Yoga lehrt, wie wir
mit Schmerzen umgehen können: Es wird versucht, den Schmerz
anzunehmen, ihn als einen Teil von mir zu sehen und zu erkennen,
was er mir zu sagen hat. Dann kann ich dem Schmerz begegnen mit
Entspannen, Loslassen, bewussten Körperübungen, Massagen.
Dies vor allem auch während der Geburt. Wenn ich die Wehen
annehmen kann als ein Teil des Geburtsablaufs, der dem Kind in die
Welt hilft, sind sie nicht unser Feind, sondern wir können sie
benutzen und mit ihnen arbeiten, dies durch bewusstes atmen und
loslassen von Verspannungen. Umkehrhaltungen werden während der Schwangerschaft nicht gemacht, ausser der kleinen Umkehrung wie Beinstreckung (Rückenlage, Kissen od. Hände unter Gesäss). Diese hilft zur Entstauung der Beine und des Beckenraums, zur Entlastung bei Krampfadern und zur vermehrten Durchblutung im Bauchraum. Ein Gefühl von Frische und Klarheit durch vermehrte Durchblutung des Kopfes kann nach der Haltung empfunden werden. Übungen: Im 4-Füssler Hüftkreisen |
| Entspannungshaltungen: Liegen auf dem Rücken ev. mit Rolle unter Knien. Entspannungstechniken: Muskelentspannung, Visualisation, Yoga Nidra |